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Hans Chemin-PetitHans Chemin-Petit

FROM Potsdam (Germany)

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Bio
Geboren 24. Juli 1902 in Potsdam, gestorben 12. April 1981 in Berlin.

Es gibt viele Gründe, sich an Hans Chemin-Petit, ausgezeichnet u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz sowie dem Kunstpreis und der Ernst-Reuter-Plakette von Berlin, zu erinnern. Komponist, Dirigent, Pädagoge und Sachverwalter - Hans Chemin-Petit war all dies in Personalunion und seine Leistungen und Erfolge auf jedem dieser Gebiete verdienen gleichermaßen größte Hochachtung und Respekt.

Der Dirigent

Bereits in den 20er-Jahren sammelte Hans Chemin-Petit als Aushilfskapellmeister an der Berliner Freien Volksbühne erste Dirigiererfahrung. Diese verhalf ihm 1933, als er Eugen Jochum bei den Berliner Philharmonikern vertreten durfte, zum Durchbruch. Kein geringerer als Wilhelm Furtwängler zeigte sich von ihm beeindruckt und wurde zum Mentor seiner Dirigentenlaufbahn. Der Richtungswechsel vom Orchester zum Chor kündigte sich 1939 an, als Chemin-Petit die Leitung des Reblingschen Gesangsvereins in Magdeburg übernahm. Fortan rückte der Chor immer mehr ins Zentrum seines Schaffens. 1943 übernahm er zusätzlich die Leitung des Berliner Philharmonischen Chores und 1945 die des Städtischen Chores Potsdam. Ein besonderes Verdienst von Hans Chemin-Petit ist der erfolgreiche Wiederaufbau aller drei Traditionschöre nach dem Krieg. Während er die Arbeit in Potsdam 1948 und in Magdeburg 1959 aufgeben musste, stand er dem Philharmonischen Chor, dessen Ehrenmitglied er schließlich war, 38 Jahre lang bis zu seinem Tod 1981 vor.

Der Komponist

Die jahrzehntelange Chorarbeit schlägt sich natürlich auch in Chemin-Petits Werkverzeichnis nieder, in der Kompositionen für Chor, a cappella oder mit Begleitung, bei weitem den größten Raum einnehmen. Doch in den 62 Jahren, die zwischen den Dehmel- Vertonungen Nachtgebet (1919) und Durch die Nacht (1981) liegen, hat Hans Chemin-Petit längst nicht nur Chorwerke geschrieben, sondern ein umfangreiches Repertoire von viel beachteten Werken aller Gattungen geschaffen, darunter die Opern König Nicolo 1959 und Kassandra 1980, zwei Symphonien 1932 und 1949, ein Cellokonzert 1931, ein Violinkonzert 1971 und das abendfüllende Psalmentriptychon für fünfstimmigen gemischten Chor und Orchester von 1962.

Der Pädagoge

Hans Chemin-Petits Begabung erschöpfte sich aber nicht im Komponieren und Dirigieren. Das hatte Hans Joachim Moser schon 1929 erkannt und ihn mit einem Lehrauftrag an die Berliner Akademie für Kirchen- und Schulmusik geholt, die spätere Abteilung Schulmusik der Hochschule für Musik. 40 Jahre lang lehrte er dort die Fächer Musiktheorie, Tonsatz und Komposition, seit 1942 auch Chordirigieren. 1936 wurde Chemin-Petit zum Professor ernannt, 1965 stellvertretender Direktor der Hochschule für Musik unter Boris Blacher. Und natürlich war es ihm innere Verpflichtung, den Kammerchor der Schulmusikabteilung zu leiten.

"Mein Leben lang war diese Dreiheit beherrschend. Sie hat sich immer als fruchtbar erwiesen, auch wenn zeitweilig die eine Tätigkeit zu Gunsten der anderen zurücktreten musste", sagte er in einem Interview anlässlich seines 70. Geburtstages 1972. Er meinte damals die Dreiheit als Dirigent, Komponist und Lehrer und ließ seine vielen Ehrenämter, die er besonders in den letzten eineinhalb Jahrzehnten seines Lebens innehatte und in denen er sich mit Engagement für die Interessen seiner Berufskollegen einsetzte, bescheiden außer Acht.

Der Sachverwalter

Von 1967 bis 1974 wirkte Hans Chemin- Petit unter der Präsidentschaft Werner Egks im Vorstand des Deutschen Komponistenverbandes. 1969 wurde er Präsidialmitglied der Dramatiker-Union und erhielt für seine Verdienste die Goldene Nadel Dramatiker-Union. Die Berliner Akademie der Künste wählte ihn 1963 zu ihrem Mitglied, 1965 zum stellvertretenden Direktor und 1968 schließlich zum Direktor der Abteilung Musik. GEMA-Mitglieder kennen Hans Chemin-Petit vor allem aus den 15 Jahren, die er im Werkausschuss der GEMA tätig war, und aus seiner Zeit als Kuratoriumsmitglied der GEMA-Sozialkasse.



Quelle: GEMA Nachrichten (Ausgabe 166, November 2002)

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